Credit Suisse: We Are Witnessing The Last Days Of The Euro

Credit Suisse sees ‘last days’ of euro at hand (MarketWatch, Nov. 21, 2011):

A meltdown of euro-zone government bond markets may be around the corner – and could end up saving the shared currency, contend economists at Credit Suisse.

In a research note titled, “The ‘Last Days’ of the Euro,” they warn that the end of the shared currency “as we currently know it” appears to be at hand. And while they don’t necessarily expect a breakup, “extraordinary things” are likely to occur by mid-January as policy makers work to prevent the progressive seizing up of all euro-zone sovereign bond markets potentially accompanied by escalating runs on even the strongest banks.

That scenario would mark a situation that couldn’t be fixed by the European Central Bank or by new governments in Greece, Italy and Spain. Instead, they argue, it will force France and Germany to strike a “momentous deal” on fiscal union “much sooner than currently seems possible, or than either would like.”

That would likely be the price required for the ECB to agree to provide the bridge financing necessary to avert a systemic collapse, they said.

They expect the debate on fiscal union to start getting hot beginning later this week when the European Commission publishes its paper on options for the joint issuance of so-called eurobonds by the currency bloc’s 17 members. It will likely intensify at a Dec. 9 euro-zone summit and around a key speech to be delivered by French President Nicolas Sarkozy on the 20th anniversary of the Maastricht Treaty on Dec. 11.

These developments will be accompanied by high-stakes brinkmanship and market turmoil. In the meantime, pressure on Italian and Spanish government bonds could get a lot more intense, potentially driving 10-year yields above an eye-watering 9%, while France’s 10-year yield could push above 5% and even safe-haven German bund yields could start to rise.

And all this is possible even if the ECB begins to more aggressively lower interest rates and further boost liquidity to banks, they said.

They write:

In short, the fate of the euro is about to be decided. And the pressure for the necessary political breakthroughs will likely come from investors seeking to protect themselves from the utterly catastrophic consequences of a break-up – a scenario that their own fears should ultimately help to prevent!

On Monday, the euro was trading at $1.3525, edging back from $1.3510 late Friday. The shared currency is up 2.3% for the month but still up about 1% for the year.

Credit Suisse: Wir erleben die letzten Tage des Euro (Deutsche Mittelstandsnachrichten, Nov. 25, 2011):

Die Credit Suisse geht davon aus, dass nur eine Änderung der Verträge hin zu der Euro-Zone als Fiskalunion und ein anschließendes Eingreifen der EZB die Währungsunion retten kann. Und es sind Nicholas Sarkozy und Angela Merkel, die gerade über das Schicksal des Euros entscheiden.

„Das Schicksal des Euros wird gerade entschieden“, heißt es in einem Kommentar der Credit Suisse zur Lage des Euros. Das Urteil ist eindeutig: „die letzten Tage des Euros haben bereits begonnen“, auch wenn das ein Zerbrechen der Euro-Zone nicht wahrscheinlicher mache. „Es bedeutet, dass einige außergewöhnliche Dinge ganz sicher passieren müssen – vielleicht Mitte Januar “- um vor allem eine Zuspitzung am Staatsanleihenmarkt und einen Run auch auf die stärksten Banken zu verhindern. Dieses Szenario sei nicht unwahrscheinlich, denn es reflektiere die Logik der Investoren, die merken, dass sie sich einfach „nicht sicher sein können, was genau sie auf dem Staatsanleihenmarkt der Eurozone halten oder kaufen“. Eines ist für Credit Suisse jedoch klar: „Der Druck für notwendige politische Durchbrüche wird wahrscheinlich von Investoren kommen.“

Diese Probleme könnten nicht auf die Schnelle von der EZB oder durch die Einführung neuer Regierungen in Griechenland, Italien oder Spanien gelöst werden. Die Märkte brauchen nach Ansicht der Credit Suisse „glaubwürdige Signale bezüglich der Ausgestaltung einer zukünftigen Fiskalunion, lange bevor endgültige Vertragsänderungen vorgenommen werden können.“ Der zunehmende Druck der Märkte in den vergangenen Tagen „bedeutet den Tod der Durchwurstelungen“ und „zwingt Frankreich und Deutschland dazu, einen bedeutsamen Deal über eine Fiskalunion viel früher erzielen, als es derzeit als möglich erscheint oder auch gewollt wird.“ Nach der Installation einer solchen Fiskalunion werde auch die EZB einverstanden sein, eine Brückenfinanzierung bereitzustellen, um einen „systemischen Kollaps zu verhindern.“

Credit Suisse betont jedoch, dass es während den Diskussionen über die Fiskalunion zwar zu kurzfristigen Erleichterungen auf den Märkten kommen kann, aber dass der „Prozess zur Erreichung dieser Übereinkunft“ in den kommenden Wochen Marktturbulenzen mit sich bringen werden. So geht Credit Suisse davon aus, dass beispielsweise die Zinsen für italienische und spanische Staatsanleihen noch weiter steigen könnten und die Zinssätze für französische Anleihen die 5-Prozent-Marke überwinden. Selbst Aktionen der EZB, wie das aggressiveres Eingreifen zur Senkung der Zinsen und die Einführung zusätzlicher Maßnahmen zur Rettung der Banken, können eine solche Reaktion des Marktes nicht verhindern. Die Beruhigung des Marktes wird nach Schaffung einer Fiskalunion einige Zeit brauchen, ist sich die Credit Suisse sicher.

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